Schneider: Brustkrebsfrüherkennung für alle Altersschichten ermöglichen

Anlässlich des Expertengesprächs zum Antrag der FDP-Fraktion „Mammographie für alle Altersschichten: Prävention stärken, Altersdiskriminierung verhindern“ hat Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, die FDP-Forderung bekräftigt, die bislang bestehende Altersgrenze für das Screening zur Brustkrebsfrüherkennung aufzuheben.

 

Bis heute ist Brustkrebs die am häufigsten auftretende Krebserkrankung in Deutschland und zugleich verbunden mit der höchsten Mortalitätswahrscheinlichkeit. Das Mammographie-Screening ist dabei die derzeit einzig wirksam anerkannte Methodik zur Brustkrebsfrüherkennung. Bislang werden jedoch generell nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum Screening eingeladen, obwohl die Brustkrebswahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter ansteigt. Frauen ab 70 Jahren werden damit diskriminiert, obwohl sie statistisch ein 50 Prozent höheres Risiko haben, in den nächsten zehn Jahren an Brustkrebs zu erkranken als Frauen im Alter von 50 Jahren.“

 

Schneider sieht sich durch das Expertengespräch bestätigt: „Eine heute 70-jährige Frau ist nicht mit einer 70-jährigen Frau von früher vergleichbar. Deshalb muss sich das Brust-krebs-Früherkennungsprogramm an die Entwicklung anpassen. Umso besorgniserregender ist, dass gerade einmal jede zweite Frau das Screening wahrnimmt. Und dabei ersetzt das Screening nicht die individuelle Vorsorge beim Gynäkologen.“

 

Der FDP-Antrag fordert die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für die Aufhebung der Altersgrenze einzusetzen, um allen Altersgruppen, die für ein Screening in Frage kommen, eine Untersuchung zu ermöglichen. Die Experten Prof. Dr. Heindel (Münster) und Prof Dr. Ertan (Leverkusen) bestätigen: „Es macht Sinn, die Altersgrenze auf 74 Jahre anzuheben.“