Rot-Grün verfehlt Chance Altersdiskriminierung abzubauen

Der Landtag hat heute die Initiative der FDP-Fraktion debattiert, Brustkrebsfrüherkennung auch für Frauen über 69 Jahre zu stärken. Experten haben den Vorstoß in einer Anhörung begrüßt, SPD und Grüne haben den Antrag jedoch abgelehnt. Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW: „Rot-Grün verweigert Seniorinnen einen besseren Zugang zu Krebsfrüherkennung.“

 

„Ein weiteres Mal haben sich die innovationsfeindlichen Grünen in der Koalition durchgesetzt“, kritisiert Schneider. Erst kürzlich hat die SPD-Wissenschaftsministerin Schulze dem Referenzzentrum Münster für 10 Jahre Mammographie-Screening in NRW gratuliert und die Relevanz der wissenschaftlichen Begleitung und den belegten Nutzen für die Teilnehmerinnen betont. „Doch nur wenig später spielt die wissenschaftliche Expertenmeinung für die rot-grüne Politik offenkundig keine Rolle mehr.“ Das Mammographie-Screening gilt derzeit als einzig wirksam anerkannte Methodik zur Brustkrebsfrüherkennung. Bislang werden jedoch nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum Screening eingeladen. Die Sachverständigen haben sich in der Anhörung mehrheitlich für den FDP-Vorschlag ausgesprochen, auch Frauen über 69 Jahren die Teilnahme zu ermöglichen. Durch das Screening würden weniger fortgeschrittene Tumorstadien bereits früh entdeckt. Das bedeutet bessere Heilungschancen, weniger Chemotherapie und auch die Brust kann immer öfter erhalten werden.

 

„Diese ideologiegetriebene Gesundheitspolitik ist für Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar, die Landesregierung verspielt politische Glaubwürdigkeit“, kritisierte Schneider. Die Gesundheitsexpertin betonte, dass durch den medizinischen Fortschritt und die verbessertem Lebensverhältnisse eine heute 70-jährige Frau nicht mit einer 70-jährigen Frau von vor 20 Jahren vergleichbar sei. Deshalb muss sich aus Sicht der FDP-Fraktion auch das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm an die Entwicklung anpassen. „Es ist bedauerlich, dass Rot-Grün einen wesentlichen Schritt gegen Altersdiskriminierung in der Gesundheitspolitik unterlässt.“