Schneider besucht das Altenheim St. Marien in Haltern und ist von dem Konzept begeistert

Das Altenheim St. Marien in Haltern steht in Kooperation mit dem Kindergarten. "Beide Institutionen profitieren voneinander" freut sich Schneider. Dennoch klärte Johannes Lockenberg, Geschäftsführer des Altenheims die freie Demokratin über bestehende Probleme auf.

 

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Susanne Schneider wurde vom FDP-Ortsverband Rees letzte Woche eingeladen, das Altenheim St. Marien in Haltern zu besuchen. Dort erfuhr sie von Johannes Lockenberg, dem Geschäftsführer des Altenheims, dass die Kooperation mit einem Kindergarten sowohl den Bewohnern des Altenheim hilft, als auch dass die Kinder von der Zusammenarbeit profitieren. Hockenheim erzählte von Begegnungen zwischen "Alt und Jung", die sogar auf therapeutischer Ebene Wirkung zeigten: So gelingt es den Kindern häufig mit den Senioren ins Gespräch zu kommen, selbst wenn dieselben Senioren ein Gespräch mit dem Pflegepersonal verweigern. 

 

Aber auch im Klever Südkreis sieht man die Entwicklung in der Altenpflege skeptisch: Da es an Personal und leistungsgerechter Bezahlung fehlt, werden in einigen Altenheimen keine neuen Bewohner mehr aufgenommen. 

 

Schneider, die selbst ausgebildete Krankenschwester ist, kennt die Problematik in Pflegeberufen aus eigener Erfahrung. Daher fordert sie: "Der Pflegeberuf braucht ein besseres Image, wie in der Schweiz und den USA". Laut Schneider ist genug Geld da, um die Pflegeberufe finanziell lukrativer zu machen, nur sei das Geld nicht folgerichtig verteilt. So wies die 48 jährige Gesundheitspolitikerin darauf hin, dass der von der Landesregierung eingesetzte Patientenbeauftragte 400.000 € im Jahr kostet. "Und das bei lediglich 1000 Patientenkontakten im Jahr", so Schneider.