Schneider: Männergesundheit darf nicht verschleppt werden

2011 hatte die FDP-Fraktion den Landtag erstmals aufgefordert, die Herausforderungen im Bereich der Männergesundheit anzugehen. Männer sterben durchschnittlich fünf Jahre früher als Frauen und sind häufig unvorsichtiger beim Umgang mit dem eigenen Körper und dem Gesundheitsverhalten. Fünf Jahre lang hat die Landesregierung keine ausreichenden Initiativen ergriffen. Daher hat die FDP-Fraktion nun eine neue Initiative eingebracht, um die Gleichstellung in der Gesundheitspolitik weiter voranzubringen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schneider, erklärte in der Debatte im Landtag:

 

„In den vergangenen fünf Jahren wurden viele Befunde validiert und auch die Handlungsnotwendigkeit durch den zweiten Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit bestätigt. Da sich Männer und Frau deutlich in Bezug auf Gesundheit und Krankheit unterscheiden, braucht es auch unterschiedliche geschlechterspezifische Ansätze um beiden gerecht zu werden. Ich bedaure, dass sich die Landesregierung dieser Herausforderung verweigert. Die Zeiten, in denen der Mann das ‚unbekannte Wesen‘ der Gesundheitspolitik war, sollten vorbei sein. Im Bereich der Frauengesundheit ist die Notwendigkeit von geschlechterspezifischer Gesundheitspolitik vor mehreren Jahrzehnten erkannt worden und hat zu vielen sinnvollen Maßnahmen geführt.

 

Bis heute kommen Männern in Nordrhein-Westfalen gesundheitsfördernde Maßnahmen jedoch nur partiell zu Gute, es fehlt noch immer ein schlüssiges Gesamtkonzept. Diese Gerechtigkeitslücke wollen die Freien Demokraten mit dieser Initiative schließen. Deshalb wollen wir in einem ersten Schritt das Kompetenzzentrum Frau und Gesundheit im Aufgabenbereich um einen ganzheitlichen Genderaspekt ausweiten. Nur wenn für beide Geschlechter angemessene Maßnahmen für die Gesundheitsprävention und die Gesundheitsförderung ergriffen werden, kann man auch von Gleichstellung sprechen.“

 

Hier geht es zum Antrag.