Schneider: Ideologische Sprachverrenkungen taugen nicht zur Gleichberechtigung

In der Politik häufen sich Diskussionen über vermeintlichen Sexismus in der Sprache, die in abstrusen Lösungen münden. Begriffe wie Bürgerrinnensteige, Ampelfrauchen oder Staubsaugerinnen führen immer öfter zu Irritationen. Für Kabarettisten sind sie dankbare Aufhän-ger, um die Auswüchse der Genderideologie aufs Korn zu nehmen. Susanne Schneider, gleichstellungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, fordert in ihrem Antrag ein Ende der fantasievollen Sprachverrenkung und stattdessen eine Beschäftigung mit den realen Problemen:

 

„Die immer neuen Vorschläge, wie unsere Sprache geschlechtssensibilisiert werden kann, nehmen abstruse Züge an. Schrägstrich-Verhackstückelungen, Einklammerung des weiblichen Sprachausdrucks oder Binnen-I erschweren nicht nur die Lesbarkeit von Texten, sondern stehen auch jeglichem alltäglichen Sprachgebrauch entgegen. Eine Alltagssprache, die derart künstlich verrenkt wird, macht sich unaussprechbar und verliert damit ihren Sinn.

 

Wir wollen mit unserem Antrag den Blickwinkel auf die tatsächlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern schärfen. Debatten über sprachliches Zwangsgendern lenken von den tatsächlichen Problemen in unserer Gesellschaft ab. Die Feminisierung der Grundschullehrer-, Apotheker- und Ärzteschaft wird hierdurch nicht beendet, Unternehmen dadurch nicht familienfreundlicher, sehr wohl aber bürokratischer werden. Und Nordrhein-Westfalen wird durch ein Mehr an Gender in der Sprache sicher nicht zum wirtschaftlichen Spitzenreiter im Länderranking.“