Do

16

Mär

2017

Schneider: Jungen und Männer bei HPV-Impfung nicht ausschließen

Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die am häufigsten sexuell übertragenen Viren. Weil einige HPV-Typen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind, empfiehlt die Ständige Impf-Kommission (STIKO) schon heute eine Impfung für Mädchen. Da jedoch auch Männer sowohl Virusüberträger sind wie auch selbst von Erkrankungen wie Anal- und Peniskarzinome betroffen sein können, fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schneider, auch eine Impfung für Jungen und Männer:

 

„Die Freien Demokraten setzen sich für die beste Gesundheitsversorgung beider Geschlechter ein. Es macht daher wenig Sinn wenn durch die Impfung von Mädchen nur die Hälfte der Bevölkerung geschützt ist und wenn Jungen und Männer das Virus weiter in sich tragen und verbreiten können. Aus diesem Grunde halte ich die ausschließliche Impfung von Mädchen nicht mehr für zeitgemäß. Ich bedaure daher, dass der Antrag von SPD, CDU und Grünen abgelehnt wurde. HPV muss stärker in den öffentlichen Fokus rücken, zudem muss die Impfung für Jungen künftig in die „Öffentliche Empfehlung für Schutzimpfungen“ des Landes aufgenommen werden.

 

Die Begründung der Ablehnung von Seiten der Regierungsfraktionen, dass die HPV-Impfung noch nicht in die Empfehlung der STIKO aufgenommen wurde, ist scheinheilig. Ich würde mich freuen, wenn Gesundheitsministerin Steffens die Empfehlungen der STIKO beim Thema Masern genauso ernst nehmen würde. Leider bleibt Nordrhein-Westfalen auch bei den Impfquoten weiter hinter seinen Möglichkeiten zurück. Kein Mensch müsste heute mehr an Masern erkranken oder gar sterben, dennoch gibt es jedes Jahr auch in NRW Todesfälle, da nicht ausreichend Kinder und Erwachsene geimpft sind.“

 

 

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